Eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern untersuchte die Einstellungen der deutschen Bevölkerung gegenüber dem Islam, muslimischen Gemeinden und Moscheebauten in Deutschland. Die Ergebnisse sind aufschlussreich – und geben Anlass zur Reflexion.
| Frage | Zustimmung |
|---|---|
| Der Islam gehört nicht zu Deutschland | ca. 56 % |
| Muslime sollen ihren Glauben privat ausleben dürfen | Mehrheit |
| Gegen Minarette als Bestandteil von Moscheen | ca. 46 % |
| Für gleichberechtigte Religionsausübung für Muslime | Minderheit |
Die Umfrage zeigt deutlich: Viele Deutsche unterscheiden zwischen dem Islam als Religion und den Muslimen als Mitbürgern. Während die meisten keine persönlichen Vorbehalte gegen einzelne Muslime haben, lehnen viele sichtbare islamische Symbole im öffentlichen Raum – wie Minarette oder Moscheebauten – ab.
Auffällig ist: Die Ablehnung ist häufig nicht auf konkrete Kenntnisse des Islam gestützt, sondern auf mediale Bilder und allgemeine Unsicherheit. Studien zeigen, dass persönlicher Kontakt zu Muslimen die Vorbehalte erheblich reduziert.
„Und streitet mit den Leuten der Schrift nur auf die beste Weise – außer mit denen von ihnen, die Unrecht tun – und sagt: ‹Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt worden ist, und an das, was zu euch herabgesandt worden ist. Unser Gott und euer Gott ist einer, und wir ergeben uns Ihm.›“
(Quran, Sure 29:46)
Der Islam fordert Muslime auf, mit Respekt und auf die beste Weise mit Nichtmuslimen umzugehen – und sich als Teil der Gesellschaft zu verstehen, in der sie leben.
Quelle: Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern