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Startseite Weg zum Islam

William Burchell Bashyr Pickard

Autor, Dichter und Romanschriftsteller aus England – vom Kriegsgefangenen mit zerschmettertem Arm zum Muslim durch die französische Übersetzung des Quran

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William Burchell Bashyr Pickard (England)

Autor, Dichter und Romanschriftsteller – Studium in Cambridge – Kolonialbeamter in Uganda – Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg – trat am Neujahrstag 1922 öffentlich der muslimischen Gemeinschaft bei

„Jedes Kind ist mit der Disposition zu einer natürlichen Religion des Gehorsams (Islam) geboren; es sind die Eltern, die aus dem Kind einen Juden, einen Christen oder einen Magier machen.“ (Ein Sprichwort Muhammads)

Als einer, der im Islam geboren wurde, brauchte ich viele Jahre, bevor ich mir dieser Tatsache bewusst wurde.

🏠 Cambridge und Uganda

An der Schule und am College war ich ständig, und vielleicht zu intensiv, mit den Dingen und Anforderungen des täglichen Lebens beschäftigt. Inmitten einer christlichen Umgebung wurde ich über das gute Leben belehrt, und der Gedanke an Gott und die Verehrung der Rechtschaffenheit war mir angenehm. Nach meinem Studium in Cambridge ging ich nach Zentralafrika, wo ich eine Anstellung in der Administration des Protektorats von Uganda bekam.

Mein Leben dort verlief interessanter und aufregender, als ich in England zu träumen gewagt hatte. Ich fasste eine große Zuneigung zu den Schwarzen wegen ihrer einfachen und freudvollen Lebensanschauung. In Cambridge hatte ich „Tausendundeine Nacht“ gelesen – der Osten hatte mich immer angezogen.

⚔︑ Der Erste Weltkrieg und die Gefangenschaft

Dann brach der Erste Weltkrieg in mein friedliches Leben herein. Ich eilte heim nach Europa, wurde krank und nach meiner Genesung von der Armee zunächst aus gesundheitlichen Gründen abgewiesen. Ich umging die Ärzte, schloss mich dem Freiwilligen Dienst an und wurde als Kavallerist eingesetzt.

Ich diente in Frankreich und an der Westfront, nahm an der Schlacht an der Somme teil, wurde verwundet und zum Kriegsgefangenen gemacht. Ich reiste durch Belgien nach Deutschland, wo ich hospitalisiert wurde und das große Leiden der geplagten Menschheit kennenlernte, besonders der Russen, die von der Ruhr heimgesucht wurden. Ich verhungerte beinahe.

📚 Der Koran – geschrieben mit der linken Hand

Ich erinnere mich so gut, wie wertvoll mir in diesen Tagen der Gedanke an den Koran war. In Deutschland hatte ich nach Hause geschrieben und um den Koran von Sale ersucht – doch ich erhielt ihn nie. Da meine Kriegsverletzung (Zerschmetterung des Arms) nicht rasch genug heilte, wurde ich für eine Operation in die Schweiz geschickt.

Nach der Operation kaufte ich ein Exemplar von Savarys französischer Übersetzung des Korans – heute eines meiner teuersten Besitzstücke. Ich las darin mit Entzücken. Es war mir, als ob mich ein Strahl ewiger Wahrheit getroffen und gesegnet hätte. Da ich meine rechte Hand noch immer nicht gebrauchen konnte, übte ich mich mit der linken Hand im Schreiben der Koran-Verse.

Meine große Verbundenheit mit dem Koran wird auch dadurch bezeugt, dass eine meiner liebsten Erinnerungen an „Tausendundeine Nacht“ jene ist, in der ein Junge allein in der Stadt der Toten gefunden wird, sitzend, den Koran lesend, seine Umgebung vergessend. In jenen Tagen in der Schweiz war ich im wahrsten Sinne des Wortes dem Willen Gottes ergeben – ein Muslim.

🏭 „Oh, aber ich glaube ja bereits an den Koran“

Im Dezember 1918 kehrte ich nach London zurück. Zwei oder drei Jahre später schrieb ich mich für ein Literaturstudium an der Londoner Universität ein und wählte Arabisch als eines meiner Fächer.

Mein Arabischprofessor (der verstorbene Herr Belshah aus Irak) erwähnte eines Tages den Koran: „Ob Sie es glauben oder nicht, Sie werden es ein äußerst interessantes Buch finden, wert studiert zu werden.“ Meine Antwort: „Oh, aber ich glaube ja bereits an den Koran.“

Diese Bemerkung überraschte meinen Arabischlehrer, und er lud mich ein, ihn zum Londoner Gebetshaus zu begleiten. Ich besuchte das Gebetshaus häufig und lernte mehr über das Brauchtum des Islams, bis ich am Neujahrstag 1922 öffentlich der muslimischen Gemeinschaft beitrat.

🌟 Demut, Lobpreisung und Liebe

Das liegt nun mehr als ein Vierteljahrhundert zurück. Seit damals lebe ich das Leben eines Muslims, in der Theorie und im Praktischen, so gut ich es vermag. Die Macht, die Weisheit und die Gnade Gottes sind unendlich. Die Wissensgebiete liegen vor uns und reichen weit hinter den Horizont.

Ich glaube, das einzige passende Gewand, das wir auf unserer Pilgerschaft durchs Leben tragen können, ist Demut, als Kopfschmuck Lobpreisung und in unseren Herzen die Liebe zum Einzigen Höchsten.

„Wal-Hamdu lilʼLahi Rabiʼl-ʼAlameen“

📄 Aus dem Buch: „Islam, unsere Wahl!“ von Ebrahim Ahmed Bawany – übersetzt von Dr. Mahmoud El-Guindi, Bund der islamischen Welt, Mekka S.A.