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Islam Yablokov (Russland)

Vom russisch-orthodoxen Kirchgang und Nachtclub-Leben über eine erschütternde Beichte im Kloster bis zur Begegnung mit einem Tschetschenen, der ihn aufforderte, Muslim zu werden

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Islam Yablokov (St. Petersburg, Russland)

Aufgewachsen in traditioneller russisch-orthodoxer Familie – Studium, Nachtclub-Leben, intensive Kirchenphase – Konversion 1998 durch einen tschetschenischen Bekannten

Mein Weg zum Islam war weder eine Reise mit Happy-End, noch ein ruhiger Lebensabschnitt, sondern ein harter und beschwerlicher Aufstieg mit gelegentlichen Gipfeln. Wenn mich Leute fragen, warum ich zum Islam konvertiert bin, versuche ich zu erklären, dass es nur durch Allahs Willen passiert ist.

✝️ Kindheit zwischen Heiligenbildern und Legenden

Ich bin in einer traditionellen russischen Familie geboren. Ich kann mich an mein Gefühl der Neugier und Angst erinnern, als ich auf die Heiligenbilder schaute, die sich im Haus meiner Großmutter befanden. Ich fing an, in der Bibel zu lesen, aber nichts davon berührte mich – lediglich eine Assoziation mit den „antiken griechischen und römischen Legenden“.

Ich wurde im Alter von 13 Jahren getauft, in den 80ern, als das kommunistische System an seinem Ende war und die Leute zur russisch-orthodoxen Kirche zurückfanden.

🎉 Nachtclubs und die Suche nach Reinheit

Später, als Student an der Uni, war es eine Zeit des wilden, modebewussten Lebens. Ich hing in Nachtclubs, machte Bekanntschaft mit berühmten DJs. Solcher Lebenswandel verursachte Ärger mit meinen Eltern und griff meine Gesundheit an. Der Mangel an richtigen Freunden ermutigte mich, mich auf die Suche nach etwas Reinem und Spirituellem zu machen.

⚠︑ Die Szene im Kloster, die alles erschütterte

Ich wendete mich wieder der Kirche zu, hielt mich streng an traditionelle Bräuche, betete oft, beichtete und empfing Kommunion. Der Gipfel meiner kirchlichen Aktivitäten war die Teilnahme an der Osterprozession im Kloster des heiligen Johannes.

Dort wurde ich Zeuge eines Ereignisses, das meinen Glauben an die Erlösung durch die orthodoxe Kirche schwer erschütterte: Ein junges Mädchen hatte gebeichtet, und der Priester verweigerte ihr die Absolution. Sie war verzweifelt, flehte ihn an – doch er blieb bei seiner Meinung.

„In einer Kirche, wo die Gläubigen um Absolution anflehten, weil sie auf die Gnade Gottes hofften, ihnen aber diese brutal durch einen Menschen verweigert wird…“ Ich dachte intensiv über die Rolle des Priesters als „Diener Gottes“ nach: Woher nimmt er sich das Anrecht zu entscheiden, wem er die Absolution erteilt und wem nicht?

💔 Depressionen ohne Antwort

Bald verfiel ich in tiefe Depressionen: „Ich schlief nicht, ich war unruhig. Nur ein Gefühl der Sinnlosigkeit erfüllte mich; als ob meine Seele herausgenommen wurde und nur schmerzhafte Leere zurückblieb.“ Weder Arzt noch aufrichtige Gebete halfen. Ich befolgte sehr genau alle kirchlichen Gebote und trotzdem bekam ich keinen inneren Frieden.

🏭 „Du sollst Muslim werden“

Alles änderte sich 1998, als ich einen Tschetschenen kennenlernte. Eines Tages sagte er mir: „Du bist ein schlauer Junge, du musst aufhören dich wie ein Clown zu benehmen und du sollst Muslim werden.“ Ich antwortete, dass ich nicht stark genug wäre, um mit allen Lastern aufzuhören. Aber er sagte mir, dass der Gnadenreiche Allah zehn Schritte zu dir macht, wenn du einen Schritt auf Ihn zugehst.

Dies hat mich zutiefst beeindruckt. Meine Bekanntschaft mit dem Islam fing an der Uni an, bei einer Vorlesung über „Geschichte Asiens und Afrikas im Mittelalter“ von einer großartigen Lehrerin, die den Mut hatte, mit alten Islamvorurteilen abzubrechen.

✅ Die Brüderlichkeit, die ich immer suchte

Langsam lernte ich andere Muslime kennen, und ich spürte etwas, was mir immer fehlte: dieses Gefühl der tiefen Brüderlichkeit, wirklicher Freundschaft, Bereitschaft, die Probleme und Glaubensinhalte mit anderen zu teilen. Ich zögerte nicht länger und sprach die Schahada aus.

Schließlich haben mich die Worte meiner Mutter bestärkt: „Wenn der Islam dich zum Besseren ändert, dann bin ich auch bereit zu konvertieren!“

Es gibt nur einen Gott und eine göttliche Wahrheit. Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus und Muhammad – sie alle waren nicht Begründer verschiedener Religionen, sondern Erbauer eines einzigen Gebäudes, einer Rechtleitung und einer Religion: Allah allein zu dienen.

📄 Quelle: islamic.org.uk – Übersetzt von Way-to-Allah.com