📖 Einleitung
Einer der Glaubensartikel im Islam schreibt den Glauben an die Offenbarungen Gottes in verschiedenen Büchern vor. Das bedeutet, dass Muslime am göttlichen Ursprung der Bibel nicht zweifeln, gleichwohl ihnen bewusst ist, dass die Ursprünglichkeit der heute vorliegenden Bibelfassung – im Gegensatz zu der des Qur'ans – verlorengegangen ist.
Leider mag es für manche Menschen, welche sich selbst für aufrechte Christen halten, ein übermächtiges Argument sein, den Islam als wirkliche Offenbarung Gottes deshalb nicht zu akzeptieren, da sie meinen, ihr eigenes Buch der Prophezeiungen, die Bibel, enthalte kein Wort über den Propheten nach Christus. Dies liefert ihnen die Begründung dafür, die göttliche Gesandtschaft Muhammads (Friede und Segen sei auf ihnen beiden) nicht anzuerkennen.
Kann es aber tatsächlich möglich sein, dass die Bibel, als eine der Offenbarungsschriften Gottes, als Buch der 1000 Prophezeiungen, keinen Hinweis auf den abschließenden in der Reihe der Propheten Gottes enthält?
📜 Deuteronomium 18:18 – „Einen Propheten wie dich"
Wir wollen uns im Besonderen mit dem Vers aus Kapitel 18:18 aus dem Deuteronomium (5. Buch Moses) befassen, in welchem Gott spricht:
Das wesentliche Wort lautet: „Einen Propheten WIE DICH (wie du einer bist)." Ohne Zögern wird diese Stelle von christlich geschulten Priestern auf Jesus Christus bezogen. Wir wollen daher unser Augenmerk auf die tatsächlichen Lebensumstände von Moses, Jesus und Muhammad richten, um Übereinstimmungen zwischen ihnen zu entdecken.
⚖️ Moses und Muhammad – 8 Übereinstimmungen
- Leiblicher Vater und Mutter: Moses und Muhammad hatten beide einen leiblichen Vater und eine Mutter. Jesus hatte nach christlicher Vorstellung zwar eine Mutter, aber einen himmlischen Vater. Daher gleicht Muhammad dem Moses und nicht Jesus.
- Natürliche Geburt: Moses und Muhammad sind beide unter normalen, natürlichen Umständen geboren worden.
„Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß. Und der Engel antwortete: Der heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten."Lukas 1:35„Er sprach: Also schafft Allah was Er will, wenn Er ein Ding beschlossen hat, spricht Er nur zu ihm: ‚Sei', und es ist."Quran 3:42
- Verheiratet mit Kindern: Moses wie Muhammad waren beide verheiratet und hatten Kinder. Jesus hingegen blieb sein Leben lang Junggeselle und kinderlos. Daher gleicht Muhammad dem Moses und nicht Jesus.
- Als Propheten anerkannt: Moses wie auch Muhammad wurden beide zu ihren Lebzeiten von ihrem Volk als Propheten anerkannt.
„Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht auf."Selbst heute noch, nach 2000 Jahren, wird Jesus vom Volk der Juden nicht als ihr Prophet anerkannt.Johannes 1:11
- Propheten und königliche Herrscher: Moses und Muhammad waren beide ihrem Volke sowohl Propheten als auch staatliche Führer, die in der Lage waren, göttliche Verordnungen durchzusetzen.
„Mein Reich ist nicht von dieser Welt."Jesus beanspruchte somit ein bloß spirituelles Reich und ist daher dem Moses nicht gleichzustellen.Johannes 18:36
- Neue Gesetzesvorschriften: Moses wie Muhammad überbrachten ihren Völkern jeweils neue Gesetzesvorschriften. Muhammad überbrachte mit dem Qur'an einen komplexen Verhaltenskodex und setzte damit den bisher vorherrschenden, teilweise barbarischen Zuständen ein Ende.
„Meinet nicht, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen."Matthäus 5:17–18
- Natürlicher Tod: Moses und Muhammad starben beide eines natürlichen Todes. Gemäß christlicher Überlieferung starb Jesus den gewaltvollen Tod am Kreuze.
- In der Erde begraben: Moses wie Muhammad liegen beide in der Erde begraben, wohingegen gemäß christlicher Auffassung Jesus im Himmel zur Rechten des Vaters thront.
🌍 „Aus der Mitte ihrer Brüder" – Die Araber als Brüder Israels
Die Prophezeiung sagt, dass der Prophet „aus der Mitte ihrer Brüder" kommen würde – nicht aus den Kindern Israels selbst, sondern aus ihren Brüdern.
Moses und sein Volk, die Juden, werden hier als rassische Einheit angesprochen und als solche sind die Araber zweifellos ihre Brüder. Die Bibel spricht von Abraham als dem „Freund Gottes". Abraham hatte zwei Frauen, Sarah und Hagar. Hagar gebar ihm den ersten Sohn Ismael.
In gleicher Weise ist Muhammad von den Brüdern der Israeliten, denn er war ein Nachkomme von Ismael, dem Sohne Abrahams. Die Prophezeiung weist deutlich darauf hin, dass der bezeichnete Prophet nicht aus den Kindern Israels erweckt würde, sondern aus ihren Brüdern – und Muhammad war aus den Brüdern der Israeliten.
🗣️ „Meine Worte in den Mund legen"
Die Prophezeiung fährt fort:
Das bedeutet, dass der kommende Prophet nicht aus eigenem Antrieb sprechen wird, sondern ausschließlich die ihm von Gott eingegebenen Worte. Wie wir aus der Geschichte wissen, war Muhammad ca. 40 Jahre alt, als ihm der Überbringer der göttlichen Botschaft, der Engel Gabriel, befahl, folgende Worte nachzusprechen – die allererste Koranische Offenbarung:
In den folgenden 25 Jahren seiner Gesandtschaft wurde Muhammad die Offenbarung stückweise überbracht, die er getreulich wiedergab. Die Offenbarung war ihm buchstäblich in den Mund gelegt worden.
Jesaia 29:12 – Der nicht lesen kann
Muhammads Erfahrung in der Höhle Hira, die später als Jabal al Nur (Berg des Lichtes) bekannt wurde, verwirklicht auch noch einen weiteren Aspekt einer anderen biblischen Prophezeiung:
Bei besagter erster Begegnung Muhammads mit Gabriel erwiderte ihm Muhammad auf die Aufforderung „Lies!" genau diese Worte: „Ich kann nicht lesen."
🕌 „Meine Worte, die er in Meinem Namen sprechen wird"
Die Prophezeiung lautet weiter:
Wenn wir den Qur'an öffnen, sehen wir, dass alle Suren – ausgenommen die 9. Sure – mit den Worten beginnen:
„Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen"
Muhammad hat die Prophezeiung buchstabengetreu mit der Gnade seines Herrn erfüllt. Auch heute beginnt jeder Muslim wesentliche Handlungen im Namen Allahs des Erbarmers des Barmherzigen.
📋 Johannes 1:19-25 – Drei Prophezeiungen
In der neutestamentarischen Zeit warteten die Juden immer noch auf die Erfüllung der Prophezeiung „einer wie Moses":
Ganz eindeutig warteten die Juden auf drei verschiedene Dinge: das Kommen des Christus, das Kommen des Elia und das Kommen des Propheten. Jede Bibel mit einem Verzeichnis von Querverbindungen weist darauf hin, dass die Worte „der Prophet" in Johannes 1:25 sich auf die Prophezeiung in Deuteronomium 18:18 bezieht.
🎵 Das Lied Salomons 5:16 – Muhammad namentlich erwähnt
Im Lied des Salomon 5:16 finden wir Muhammad sogar namentlich erwähnt. Dies musste all jenen bekannt sein, welche das Alte Testament in der hebräischen Sprache studiert haben. Im hebräischen Originaltext steht das Wort:
Dieses Wort wird in den gängigen Texten mit „alles an ihm ist Wonne" übersetzt. Die Endung -im steht für den Pluralus majestatis (Majestätsplural), und so verbleibt das hebräische Wort „Mahammud", welches in der Übersetzung lautet:
Ein unvoreingenommener Mensch wird es kaum schwer finden festzustellen, dass diese Prophezeiungen genau auf Prophet Muhammad zutreffen und es dazu weder weithergeIolter Interpretationen noch Deutungsbemühungen bedarf.