Dawood Kinney (USA)
Katholisch erzogen, durchlief Buddhismus tibetanischer Tradition – ehemals bei der US Navy – fand den Islam durch ein Fernsehinterview mit Yusuf Islam (Cat Stevens)
Soweit ich mich in meiner Kindheit zurückerinnern kann, war ich immer schon von diesem Universum, in dem wir leben, erstaunt; wie perfekt dies alles funktioniert. Ich pflegte nachts draußen auf dem Rasen meiner Eltern zu liegen, starrte in die Sterne, einfach nur überwältigt von dieser unergründlichen Größe der Himmel. Von dieser frühen Zeit an wusste ich immer auf irgendeine Weise, dass es einen Schöpfer geben muss, der für all dies verantwortlich ist.
🍺 Verlorene Jahre
Aber als ich zum Teenager wurde, war es viel leichter, dem äußeren Druck nachzugeben, und ich verlor das Interesse am Göttlichen und widmete meine Zeit dem Alkohol, Sex und den unreifen Spielen eines jungen Mannes, der in Amerika aufwächst. Als junger Erwachsener wurde ich ganz versessen auf Geld, Macht, ein besseres Haus, ein schnelleres Auto und eine hübschere Frau – alles oberflächliche Bestrebungen.
Ich lebte viele Jahre auf diese Weise, verlor langsam die Kontrolle über mein Leben, dachte, ich würde das Glück verfolgen, aber ich wurde nur deprimierter und verwirrter.
⚫ Buddhismus – Rituale ohne Antworten
Verletzt und wütend, aber auch merkend, dass meinem Leben die spirituelle Ordnung fehlte, wandte ich mich dem Buddhismus zu. Die buddhistische Sekte, mit der ich es zu tun hatte, folgte einer tibetanischen Tradition, bei der es wichtig ist, „Bemächtigungen“ zu verdienen, die grundlegende Segnungen verschiedener Buddhas darstellen.
Irgendwann fand ich heraus, dass ich mich nicht wirklich selbst besserte, indem ich nur herumlief und Rituale verrichtete. Plötzlich wurde mir klar, dass eines der letzten Dinge, die Buddha vor seinem Ableben gesagt hatte, war, ihn nicht anzubeten. Diese Erkenntnis entmutigte mich sehr und ich verfiel wieder meinen alten Schwächen.
🎵 Cat Stevens – vom „Terroristen“ zum Wegweiser
Als ich ein junger Mann war, liebte ich sehr die Musik von Cat Stevens (jetzt Yusuf Islam). Ich erfuhr davon, dass er den Islam angenommen hatte, als ich bei der US Navy war, genau zur Zeit der „Geiselkrise“ im Iran. Also zog ich sogleich den Schluss, dass Cat Stevens ein Terrorist geworden sei – diesen Glauben behielt ich über mehrere Jahre.
Ein paar Monate darauf hörte ich, dass er ein Fernsehinterview geben würde, und ich wollte mehr von diesem „verrückten Mann“ hören. Unnötig zu sagen, ich war von dem Interview einfach umgehauen; er war mit Sicherheit kein Terrorist, sondern ein gewinnender, deutlich sprechender, friedlicher Mann, der Liebe, Geduld und Intelligenz ausstrahlte.
Gleich am nächsten Tag begann ich, im Internet Nachforschungen über den Islam anzustellen. Ich stolperte über einen Vortrag von Bruder Khaled Yasin, und dieser Vortrag überwältigte mich. „Es machte alles so viel SINN, die Existenz Gottes war so EINFACH zu verstehen! Wie konnte ich all die Zeit nur so dumm gewesen sein?“
🌟 Die reinigende Schahada
Je mehr ich lernte, desto überzeugter war ich davon, dass dies wirklich der Weg war, nach dem ich gesucht hatte – ein Weg mit körperlicher, geistiger und spiritueller Disziplin, die zu wahrem Frieden und Glück führt. „Meine Schahada auszusprechen war eine solche REINIGENDE Erfahrung, und seitdem habe ich oft einfach… geweint und geweint und geweint. Wie wundervoll!“
Mir wurde von allen muslimischen Brüdern und Schwestern aus der ganzen Welt ein so warmes und umhüllendes Willkommen entgegengebracht. „Keine andere Gruppe von Menschen hat mich jemals so aufgenommen.“
Ich habe immer noch einen sehr langen und mühsamen Weg vor mir. Die Wirklichkeit des Islam zu akzeptieren, ist der einfachste Teil; den Geraden Weg zu verfolgen, ist der schwierige Teil. Aber ich bete jeden Tag zu Gott um Stärke und Rechtleitung.