Salman (r) erzählte selbst seine eigene Geschichte, die wie folgt zusammengefasst ist:
„Ich bin ein Mann aus Persien. Mein Vater war ein Großgrundbesitzer und zählte zu den reichsten und vornehmsten Leuten des Dorfes. Seine Liebe zu mir ging so weit, dass er mich im Hause wie ein Mädchen einsperrte. In der zoroastrischen Religion war ich so stark engagiert, dass ich mich ständig beim heiligen Feuer aufhielt, damit es nicht an Kraft nachgibt.“
⛲ Die christliche Kirche und die Flucht
Auf einem Auftrag seines Vaters kam Salman an einer christlichen Kirche vorbei und hörte die Stimmen der Betenden. „Ihr Gebet hat mir so gefallen, dass ich mich für diese Religion entschlossen habe.“ Sein Vater war entsetzt, sperrte ihn ein und legte seine Füße in Eisenketten.
Als eine Karawane aus Syrien zurückreisen wollte, befreite sich Salman von seinen Fesseln und floh mit ihr nach Syrien, wo er einen Bischof aufsuchte.
⚠︑ Der unredliche Bischof
Salman entdeckte, dass der Bischof Spendengelder für sich selbst hortete – sieben Krüge voll mit Gold. Nach dessen Tod entlarvte Salman ihn vor der Gemeinde. Die zornige Menge kreuzigte den toten Bischof, hing ihn an einen Pfahl und bewarf ihn mit Steinen.
🏫 Die Kette der frommen Männer
Der neue Bischof war ein vorbildlicher Mann, dem Salman sehr zugetan war. Auf dessen Sterbebett empfahl er ihm einen anderen frommen Mann, und so weiter, durch mehrere Stationen, bis Salman vom letzten Mann erfuhr: „Ein Prophet im Land der Araber ist mit der wahren Religion Abrahams entsandt worden.“
Der Mann beschrieb den kommenden Propheten: Er verlässt seine Heimat und zieht an einen Ort mit reichlich Dattelpalmen. „Er nimmt keine Almosen, jedoch Geschenke an, und zwischen seinen Schultern gibt es das Siegel des Prophetentums.“
⛪️ Versklavung und die Reise nach Medina
Als dieser Mann starb, schloss sich Salman einer Karawane an, die ihn jedoch als Sklaven an einen jüdischen Mann verkaufte. Dort sah er Dattelpalmen – doch es war nicht der richtige Ort. Später wurde er an einen anderen Juden verkauft, mit dem er nach Al-Madina zog.
„Bei Allah! Ich brauchte nur umherzuschauen, da erkannte ich, dass es sich um die mir beschriebenen Dattelpalmen handelte.“
🌟 Die drei Zeichen
Als die Nachricht herumging, ein Prophet sei aufgetreten, überkam Salman ein Schüttelfrost. Am Abend brachte er gesammelte Datteln als Almosen zum Propheten: Dieser sagte zu den Gefährten „Esst!“, aß selbst aber nichts davon. Erstes Zeichen.
Beim nächsten Mal brachte Salman die Datteln als Geschenk – und der Prophet aß selbst davon. Zweites Zeichen.
Bei einer Beerdigung beugte sich Salman, um auf den Rücken des Propheten zu sehen. Der Prophet bemerkte dies und entbloßte seine Schulter. Salman sah das Siegel des Prophetentums, küsste es und weinte. Er erzählte seine Geschichte und trat zum Islam über – blieb aber zunächst weiter Sklave.
🍃 Der Freilassungsvertrag mit den Dattelpalmen
Der Prophet (ﷺ) wies an, dass Salman mit seinem Herrn einen Freilassungsvertrag abschließen solle: dreihundert junge Dattelpalmen einpflanzen und vierzig Unzen Silber zahlen. Der Prophet rief seine Gefährten: „Helft eurem Bruder bei der Einpflanzung der jungen Palmen!“
Als alle dreihundert Becken bereit waren, setzte der Prophet selbst die Palmen mit eigener Hand. „Bei Allah, in Dessen Hand die Seele Salmans ist, es ging von ihnen kein Sprößling ein!“
Später brachte jemand dem Propheten ein Goldstück in Größe eines Hühnereis als Almosen. Der Prophet fragte: „Was macht eigentlich der arme Perser mit seinem Freilassungsvertrag? Er soll zu mir kommen!“ Und sagte zu Salman: „Gehe mit diesem Goldstück und bezahle damit, was du an Schulden noch zu entrichten hast!“