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Schwester Amina – Ich habe endlich Gott gefunden!

Halb Türkin, halb Bulgarin, im atheistischen Kommunismus aufgewachsen – ihre Großmutter und ein betrunkener Priester prägten ihre Suche nach Gott, die sie als Studentin in Deutschland zum Islam und zum Hidjab führte

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Schwester Amina (Bulgarien / Deutschland)

Vater Bulgare, Mutter Türkin – aufgewachsen im atheistischen Kommunismus – Studentin in Deutschland – konvertierte 2003 zum Islam und trug den Hidjab gegen vielfachen Widerstand

ICH HABE ENDLICH GOTT GEFUNDEN!

Es wird oft gesägt, dass eine Frau zum Islam konvertiert, weil sie einen Moslem geheiratet hat. Aber warum erzählt man nicht, wie viele kluge und ausgebildete Frauen aus Überzeugung konvertieren – ohne dass sie verheiratet sind? Es gibt diese Frauen!

🏠 Zwischen zwei Religionen, ohne Religion

Ich komme aus Bulgarien, mein Vater ist Bulgare, meine Mutter Türkin. Die Hälfte meiner Verwandten sind „Christen“, die andere Hälfte „Muslime“. In der Zeit des Kommunismus wurden die Menschen in Bulgarien zu Atheisten gemacht. Meine Oma war die Einzige von meinen türkischen Verwandten, die den Islam praktiziert hat.

✏︑ Die betende Oma und der besoffene Priester

Als ich 16-17 Jahre alt war, gingen wir an Ostern in die Nachtmesse, mehr aus Spaß. Der Priester war besoffen, ohne zu übertreiben. Irgendwann stand ich wieder da, und mir liefen schon fast die Tränen runter. Ich fragte mich zum ersten Mal, ob jemand überhaupt eine Sekunde lang an Gott denkt. Seitdem konnte ich diese zwei Bilder nicht mehr vergessen: meine betende Oma, die jeden Tag fünfmal ihr Gebet verrichtete, und der besoffene Priester.

❓ Glaube ohne Religion

Ich wollte nicht mit Ikonen reden, sondern zu Gott beten. Ich habe versucht die Bibel zu lesen, höchstens fünf Seiten, und konnte nicht weiter. Den Quran zu lesen kam mir gar nicht in den Sinn. Ich dachte, es reicht, wenn ich an Gott glaube.

Mein griechischer Nachbar, ein praktizierender Christ, fragte mich einmal: „Glaubst du an Gott?“ Ich sagte: „Ja, aber es muss nicht dein Gott sein, es ist sowieso alles dasselbe.“ Er antwortete: „Jeder Mensch, der an Gott glaubt, muss eine Religion haben. Du solltest versuchen herauszufinden, welche für dich die richtige ist.“ Dieser Mensch, der nicht mal Moslem war, brachte mich auf die Idee, dass ich selbst meine Religion finden kann.

📖 Die Suche beginnt

Die Bibel hat es wieder nicht geschafft, mich zu begeistern. Aber ich wollte mehr über den Islam wissen. Ich habe viele Sachen im Internet gelesen und habe gemerkt, dass im Islam alle Fragen eine Antwort haben – eine einfache und verständliche Antwort. Ich habe verstanden, dass jeder Mensch als Muslim (gläubig) geboren wird. Deine Eltern machen aus dir einen Christen, einen Juden, einen Atheisten.

Irgendwie habe ich angefangen, mich zu ändern, obwohl ich noch nicht den Islam angenommen hatte – aufgehört Alkohol zu trinken, auf Partys zu gehen.

⛅ Den Islam nicht an Muslimen messen

Bald kam Ramadan, und ich fastete – obwohl ich noch kein Moslem war. Manche meiner muslimischen Bekannten fasteten und beteten nicht, und das hat mich durcheinandergebracht. „Ich habe angefangen den Islam zu verstehen, aber ich verstand die Muslime nicht. Ich habe nur verstanden, dass man den Islam nicht an den Muslimen messen darf!“

Das war der Punkt, an dem ich wusste: ICH HABE ENDLICH GOTT GEFUNDEN!

✈️ Die Höllenangst über Bulgarien

Zwei Monate später flog ich nach Bulgarien. Ich hatte kurz davor einen Artikel über die Hölle gelesen, und der Gedanke kam: Was nützt mir alles, was ich über den Islam weiß, wenn das Flugzeug abstürzt? Ich versprach Gott, dass ich nach meiner Rückkehr die Schahada aussprechen würde.

Im Sommer 2003 ging ich mit zwei Bekannten in die Moschee und sprach die Schahada. Der Imam sagte zu mir: „Schwester, Allah hat dir in diesem Moment alle vergangenen Sünden vergeben, du kannst jetzt von Null anfangen, wie ein neugeborenes Baby.“

🥷 Der Kampf um den Hidjab

Ich dachte, ich würde nie Kopftuch tragen, aber an dem Tag der Schahada hatte ich es zu Hause angezogen und wollte es nicht mehr ausziehen. Doch danach folgten drei Monate des Hin und Her – mal trug ich es, mal nicht, je nachdem ob ich zur Uni ging.

„Es ging drei Monate lang so, dass ich nicht wusste, was ich machen soll… Es waren harte Zeiten für mich, aber ich war glücklich. Weil, wenn ich geweint habe, dann habe ich geweint, weil ich Angst hatte, dass Allah nicht mit mir zufrieden ist.“

Schließlich behielt ich das Kopftuch für immer an. Meine alten Freunde verlor ich schnell – sie schämten sich, mit mir auszugehen. Aber: „Wenn sie wüsste, wie heiß es in der Hölle ist, würde sie sich sogar besser anziehen als ich.“

✅ Eine bessere Tochter

Es gab Probleme mit der Familie, an der Uni, vor allem wegen des Kopftuchs. Meine türkischen Verwandten erfanden Geschichten, dass ich einen Araber geheiratet hätte. Aber meine Mutter, als sie von meiner Konversion erfuhr, fing auch an zu fragen und fand ihren eigenen Weg.

„Mein Vater leidet oft wegen meiner religiösen Überzeugung, aber er weiß ganz genau, dass ich jetzt eine bessere Tochter bin. Er weiß sogar, dass er das dem Islam zu verdanken hat.“

Der Islam hat mir das gegeben, was ich immer gebraucht habe. Er hat mir den Sinn des Lebens gezeigt. Möge uns Allah alle in unserem Glauben festigen.

📄 Von Schwester Amina für Way-to-Allah.com