Muhammad Ali – Cassius Marcellus Clay
Geboren 1942 in Louisville, Kentucky – amerikanischer Boxer, dreifacher Boxweltmeister im Schwergewicht – nahm den Islam 1965 an
„Es war ein berauschendes Erlebnis zu erleben, wie Menschen verschiedener Farben, Rassen und Herkunft, Könige, Staatsoberhäupter und gewöhnliche Männer armer Länder, in weißen Tüchern nebeneinander zu Gott beteten. Ohne jede Spur von Stolz oder Unterlegenheit. Das war die realitätsnahe Erscheinungsform des Gleichheitskonzepts im Islam.“
🏆 Vom Olympiasieger zum Weltmeister
Muhammad Ali ist einer der ersten öffentlichen Personen, die mit dem Islam identifiziert wurden. Ihm wurde mehr Medienaufmerksamkeit zuteil als jedem anderen Athleten – er erschien mehr als 30 mal auf der Titelseite der „Sports Illustrated“.
Ali wurde 1942 als Cassius Marcellus Clay in Louisville, Kentucky, geboren. Seine Mutter war Baptistin, sein Vater Methodist. Um seinen Eltern ein Auto kaufen zu können, fing Ali schon sehr früh an zu boxen. Bereits mit zwanzig wurde er von Manchen als der beste Boxer aller Zeiten betrachtet. Nach dem Olympiasieg 1960 in Rom wurde er der Liebling Amerikas – gut aussehend, charmant und sehr erfolgreich.
🏭 Die Konversion durch Malcolm X
18 Tage bevor Clay Sonny Liston besiegte und Boxweltmeister im Schwergewicht wurde, trat er – durch den Einfluss von Malcolm X – in die „Black Muslims“ ein. Nach seiner Konversion war er sichtbar verändert: Er gab nicht mehr so viel an und betonte die Wichtigkeit des Islam als spirituelle Kraft in seinem Leben.
Eines seiner, seiner Meinung nach, wichtigsten Lebensereignisse war die Annahme des muslimischen Namens Muhammad Ali. Das Boxkomitee war wütend, und der Held Ali wurde schnell zum Gegenstand der Verdächtigung. Als der Riss zwischen Elijah Muhammad und Malcolm X entstand, entschied sich Ali für Elijah, den er für Gottes Propheten hielt – zur großen Enttäuschung von Malcolm X.
⛳ Die Weigerung, in den Vietnamkrieg zu ziehen
1967, zur Zeit des Vietnamkriegs, weigerte sich Ali, in die Armee eingezogen zu werden, mit der Begründung, er sei ein Beauftragter des Islam. Das New York State Komitee sperrte seine Boxlizenz und zog seine Auszeichnung als Weltmeister zurück.
🌟 Spätes Leben und Vermächtnis
Die spätere Karriere Muhammad Alis war extrem kontrovers, und es wird ihm allgemein anerkannt, dass er weit über die Grenzen seines Körpers hinaus kämpfte. Schließlich wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert. Trotzdem trat er oft öffentlich auf, um über sein Leben und den Islam zu berichten.
Obwohl er niemals die rassistische Lehre der „Nation of Islam“ unterstützte, predigte er Rassenstolz und wurde der Held der schwarzen Amerikaner. Auch später blieb Ali praktizierender Muslim und half tatkräftig bei der Finanzierung islamischer Institutionen wie Masjid al-Faatir, der ersten Moschee in Chicago.
„Die wirklich großen Männer der Geschichte“, so Ali, „wollen nicht selber groß sein, sondern Anderen helfen und dadurch Gott nahe sein.“