Hamza Yusuf – Mark Hanson
US-amerikanischer islamischer Gelehrter und Gründer des Zaytuna Institute – Sohn zweier US-Akademiker – konvertierte 1977 zum Islam im Alter von 17 Jahren – griechisch-orthodoxer Hintergrund
🌟 Das Nahtoderlebnis
Hamza Yusuf begann sein Leben als Mark Hanson in Walla Walla, Washington. Als Sohn zweier US-Akademiker – eines Professors der Geisteswissenschaften und einer Berkeley-Absolventin – wäre er beinahe griechisch-orthodoxer Priester geworden. Bis er ein Nahtoderlebnis bei einem Autounfall hatte.
Es war die plötzliche Konfrontation mit seiner eigenen Sterblichkeit, die er als den entscheidenden Augenblick beschreibt. Seine Berührung mit dem Tod weckte sein Interesse am Jenseits. Er studierte die Sichtweisen verschiedener Traditionen über den Tod. Der Islam bot die detailreichste Darstellung von allen.
🏭 Konversion und Studium
Wenige Monate vor seinem 18. Geburtstag konvertierte er 1977 zum Islam. Als Westler erklärt er: „Ein Kind von Menschenrechts- und Antikriegsaktivisten nahm ich den Islam nicht als Aufgabe meiner innersten Werte an, sondern als Bestätigung dieser Werte.“
Der Koran brachte ihn dazu, über seine Wahrnehmung des Lebens nachzudenken und das zu hinterfragen, was er als gegeben hingenommen hatte.
Nach der Konversion ging er nach England, in die VAE (wo er Muezzin und Imam wurde), nach Medina, Marokko und Westafrika – insgesamt 10 Jahre Studium bei den größten Gelehrten des traditionellen Islam.
🌟 Einfluss und Wirken
Hamza Yusuf ist heute einer der bekanntesten und einflussreichsten islamischen Gelehrten des Westens. Seine Vorträge haben das Selbstbewusstsein vieler junger Muslime gestärkt. Er gründete das Zaytuna Institute und hält Vorlesungen an Universitäten weltweit.
Er wirbt für Aufrichtigkeit und die Reinigung des Herzens: „In der Begegnung mit den Lehrern dieses heiligen Wissens, die aus allen Milieus kamen, um die Studenten im Westen zu unterrichten, liegt das Zeugnis von der Großartigkeit des Islams selber – mit seiner innewohnenden Fähigkeit, die zu würdigen und zu erhöhen, die seine Lehren verinnerlicht haben, egal welcher Rasse, Klasse oder Hintergrund.“