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Malcolm X – alias Malik El-Shabazz

Vom Kleinverbrecher über die Nation of Islam zum sunnitischen Islam – der Brief aus Mekka, der die Welt veränderte

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Malcolm Little – Malcolm X – Malik El-Shabazz

US-amerikanischer Bürgerrechtsaktivist – geboren 1925 in Omaha, Nebraska – ermordet 21. Februar 1965 in New York – trat 1964 dem sunnitischen Islam bei und nahm den Namen Malik El-Shabazz an

„Wir waren wahrhaftig alle gleich (Brüder), weil der Glaube an den Einen Gott alles „Weiße“ aus ihrem Geist entfernt hatte, aus ihrem Verhalten und aus ihrer Gesinnung.“

🏠 Vom Kriminellen zum Aktivisten

Malcolm Little wurde 1925 in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska geboren. Mit 16 ging er nach Boston und später nach New York, wo er eine Karriere als Kleinkrimineller startete, die ihn ins Gefängnis brachte. Dort schloss er sich 1949 der Nation of Islam an – einer Sekte, die sich auf den Islam beruft, aber einen schwarzen Rassismus vertritt.

Malcolm Little, der sich nun Malcolm X nannte, wurde zu einem der einflussreichsten Wortführer dieser Bewegung. Er brauchte lange, bis er die Falschheit ihrer Lehren erkannte und einsah, dass er sich in Elijah Muhammad einem gewissenlosen Lügner angeschlossen hatte. Erst 1964 konnte er sich von dieser Bewegung lösen.

🏭 Die Pilgerfahrt nach Mekka – alles ändert sich

Eine wichtige Rolle spielte die Pilgerfahrt nach Mekka. Er erlebte dort, wie Menschen aller Nationalitäten und Hautfarben in Frieden zusammenkommen, und verstand, dass es zwischen den Menschen keinen Unterschied gibt. Er schloss sich dem sunnitischen Islam an und nannte sich Malik El-Shabazz.

✍ Der berühmte Brief aus Mekka

„Vielleicht werden Sie erschüttert sein, diese Worte aus meinem Munde zu hören. Aber was ich auf dieser Pilgerfahrt gesehen und erfahren habe, hat mich dazu gebracht, viele meiner bisherigen Denkschemata zu verändern.

Während der vergangenen elf Tage hier in der islamischen Welt habe ich vom selben Teller gegessen, aus dem selben Glas getrunken und im selben Bett geschlafen – und zum selben Gott gebetet – wie meine muslimischen Glaubensbrüder mit ihren blauen Augen, blonden Haaren und ihrer weißen Haut. In den Worten und Taten der „weißen“ Muslime war dieselbe Aufrichtigkeit zu spüren wie ich sie unter den schwarzen Muslimen aus Nigeria, dem Sudan und Ghana empfand.

Wir waren wahrhaftig alle gleich (Brüder), weil der Glaube an den Einen Gott alles „Weiße“ aus ihrem Geist entfernt hatte, aus ihrem Verhalten und aus ihrer Gesinnung.

Daran wurde mir deutlich, dass die Weißen in den Vereinigten Staaten, wenn sie die Einzigartigkeit Gottes akzeptieren könnten, dann vielleicht auch in der Realität die Einzigartigkeit der Menschheit akzeptieren könnten – und aufhören würden, andere aufgrund ihrer „Verschiedenartigkeit“ in der Hautfarbe zu bewerten, zu behindern und zu verletzen.“

Malcolm X wurde am 21. Februar 1965 ermordet.

📄 Auszüge aus seiner Autobiographie: The Autobiography of Malcolm X (1965)