Auszüge aus „Malcolm X – Die Autobiographie“ / El-Haj Malik El-Shabazz
Mekka schien mir so alt wie die Zeit selbst zu sein, als wir es erreichten. Zehntausende von Pilgern aus der ganzen Welt beherrschten das Stadtbild. Ich sah die Kaaba, ein riesiges schwarzes Steinhaus inmitten der Großen Moschee. Sie wurde von Tausenden und Abertausenden von betenden Pilgern beiderlei Geschlechts und jeder Größe, Gestalt, Hautfarbe und Rasse aus aller Welt umschritten.
🏆 Die Hadsch – das Ende des Rassendenkens
Als ich gefragt wurde, was mich an der Hadsch am meisten beeindruckt hatte, antwortete ich: „Die Brüderlichkeit! Dass Menschen aller Rassen und Hautfarben aus der ganzen Welt als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen! Das war für mich der Beweis für die Macht des Einen Gottes.“
✍️ Der berühmte Brief aus Mekka
„Nie zuvor habe ich eine derart aufrichtige Gastfreundschaft und einen derart überwältigenden Geist wahrer Brüderlichkeit erlebt, wie sie mir von Menschen aller Hautfarben und Rassen hier im Heiligen Land entgegengebracht wurden.
Während der vergangenen elf Tage hier in der islamischen Welt habe ich vom selben Teller gegessen, aus dem selben Glas getrunken und im selben Bett geschlafen und zum selben Gott gebetet wie meine muslimischen Glaubensbrüder mit ihren blauen Augen, blonden Haaren und ihrer weißen Haut.
Wir waren wahrhaftig alle gleich (Brüder), weil der Glaube an den Einen Gott alles „Weiße“ aus ihrem Geist entfernt hatte, aus ihrem Verhalten und aus ihrer Gesinnung.
Daran wurde mir deutlich, dass die Weißen in den Vereinigten Staaten, wenn sie die Einzigartigkeit Gottes akzeptieren könnten, dann vielleicht auch in der Realität die Einzigartigkeit der Menschheit akzeptieren könnten.
Gelobt sei Allah, Gebieter über alle Welten.
Ihr ergebener – El-Haj Malik El-Shabazz (Malcolm X)