Kenneth L. Jenkins (USA) – Abdullah Muhammad al-Faruque
Geistlicher und Ältester einer Pfingstgemeinde in den USA – wurde mit 20 Jahren Pastor – fand den Islam während eines Arbeitsaufenthalts in Saudi-Arabien
📖 Vorwort
Als früherer Geistlicher und Ältester der christlichen Kirche ist es zu meiner Pflicht geworden, diejenigen zu erleuchten, die weiterhin im Dunklen tappen. Nachdem ich den Islam angenommen hatte, fühlte ich ein Verlangen, denen zu helfen, die noch nicht den Segen erfahren haben, das Licht des Islam zu erfahren.
🏠 Anfänge in der Pfingstgemeinde
Als Junge wurde ich mit einer starken Furcht vor Gott erzogen. Durch die Erziehung meiner Großmutter, einer Fundamentalistin der Pfingstgemeinde, wurde die Kirche bereits früh zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Im Alter von sechs Jahren wusste ich bereits, welche Belohnung im Himmel und welche Strafe in der Hölle auf kleine Jungen wartet, die unartig sind.
Ich erinnere mich daran, dass ich den Vollmond gesehen habe, als er eine tiefe rötliche Färbung angenommen hatte, und begann zu weinen, weil ich gelernt hatte, dass dies eines der Zeichen für das Ende der Welt sein würde. Als achtjähriges Kind entwickelte ich derartige Furcht vor den Zeichen des Letzten Tages, dass ich regelrechte Albträume vom Tag des Gerichts bekam.
⛳ Vom Studenten zum Pastor
Nachdem ich die High School abgeschlossen hatte, entdeckte ich meine religiöse Neigung wieder und verinnerlichte völlig die Lehren der Pfingstgemeinde. Ich wurde getauft und „mit dem Heiligen Geist erfüllt“. Als Collegestudent wurde ich bald zum Stolz der Kirche. Ich war in der Kirche, sobald sich ihre Türen öffneten, studierte die Bibel tage- und wochenlang und folgte im Alter von 20 der Berufung zum Pastor.
Ich war extrem dogmatisch und glaubte, dass niemand Erlösung erlangen könne, der nicht zu meiner Kirchengruppe gehörte. Mir war beigebracht worden, dass Jesus und Gott ein und derselbe seien, aber auch dass unsere Kirche nicht an die Dreieinigkeit glaube – Jesus sei in Wirklichkeit Vater, Sohn und Heiliger Geist zugleich. Ich versuchte, es zu verstehen, obwohl ich zugeben muss, dass ich es nicht vollständig verstanden habe.
⚠️ Willkommen in der Wirklichkeit der kirchlichen Welt
Ich entdeckte schon bald, dass es in der Hierarchie der Kirchenoberhäupter sehr viel Eifersucht gab. Ich entdeckte, welche große Rolle Geld und Habgier im Ablauf der kirchlichen Aktivitäten spielten. Mir wurde erzählt, wenn eine Kirche nicht eine bestimmte Zahl von Anhängern vorweisen könne, sollte ich nicht meine Zeit damit verschwenden, dort zu predigen, denn ich würde keine angemessene finanzielle Vergütung erhalten.
Fälle von Ehebruch und Hurerei blieben ungestraft. Manche Prediger hingen an Drogen und hatten ihre Leben zerstört. Es stellte sich heraus, dass die Führer mancher Kirchen Homosexuelle waren oder Unzucht mit Töchtern anderer Kirchenmitglieder begangen hatten. Kein einziger Prediger konnte erklären, wie Jesus angeblich Gott sein sollte und gleichzeitig Vater, Sohn und Heiliger Geist sein konnte, ohne Teil einer Dreifaltigkeit zu sein. Manche Prediger mussten zugeben, dass sie es nicht verstanden, „aber wir seien verpflichtet, es einfach zu glauben.“
🏭 Ein Neuanfang in Saudi-Arabien
Es war nicht lange nach meiner Ankunft in Saudi-Arabien, da erkannte ich einen deutlichen Unterschied in der Lebensweise der muslimischen Menschen. Zu ihnen gehörten alle Nationalitäten, Farben und Sprachen. Sofort erwachte in mir das Verlangen, mehr über diese Religion zu lernen.
Ich verlangte Bücher von einem der Brüder, die Menschen zum Islam einladen, und las jedes einzelne. Dann wurde mir der Heilige Quran geschenkt, und ich las ihn innerhalb von vier Monaten mehrmals vollständig durch. Was mich anzog: Die Brüder waren nicht darauf aus, mich mit ihrem Wissen zu beeindrucken. Wenn ein Bruder eine Antwort nicht kannte, sagte er es einfach und fragte jemanden, der es weiß.
Mir wurde eine Videokassette von einer Diskussion zwischen Sheikh Ahmed Deedat und Reverend Jimmy Swaggart gegeben. Nachdem ich es gesehen hatte, wurde ich sofort Muslim.
✅ Eine ganz neue Bedeutung
Ich wurde ins Büro von Sheikh Abdullah bin Abdulaziz bin Baz gebracht, um meine Annahme des Islam offiziell zu verkünden. Es war wirklich wie eine Geburt, von der Dunkelheit ins Licht.
Als ich für die Ferien in die USA zurückkehrte, wurde ich für meinen „Mangel an Glauben“ äußerst hart kritisiert und mit Etiketten von „abtrünnig“ bis „verdorben“ abgestempelt. So seltsam es scheint – ich wurde kein bisschen belästigt, denn ich war so glücklich, dass Gott mich rechtgeleitet hatte, dass nichts anderes zählte.
Das Leben hat für mich jetzt eine ganz neue Bedeutung bekommen: das Leben dient dazu, uns auf das Jenseits vorzubereiten, und wir werden sogar für unsere Absichten belohnt. In der Kirche hieß es: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert.“
🌟 Die Gegenwart und die Zukunft
Zur Zeit ist mein Ziel, Arabisch zu lernen und mit dem Studieren fortzufahren. Ich engagiere mich im Bereich der Dawah und halte Vorträge für Nicht-Muslime mit christlichem Hintergrund. Als Bibellehrer habe ich ein Pflichtgefühl, Menschen über die Irrtümer, Widersprüche und erfundenen Geschichten aufzuklären, an die Millionen von Menschen glauben.
Ich bete zu Gott, dass Er uns allen unsere Unwissenheit vergibt und uns den Pfad leitet, der ins Paradies führt. Aller Lob und Preis gebührt Gott.