Amber Acosta
Amerikanische Muslima – aufgewachsen als Katholikin in Connecticut (USA) – konvertierte in Kairo, Ägypten
Warum bin ich Muslima geworden? Ich kann mich deutlich an den Tag erinnern, an dem ich offiziell in der Al-Azhar Moschee in Kairo konvertiert bin. Ich kam direkt aus dem Staat Connecticut (USA). Was jedoch zu diesem Tag geführt hatte, bleibt irgendwie unterbewusst – aber es gab die ständige Frage nach Gott.
📖 Die Fragen, die mich begleiteten
Als Kind war ich mir der Religion und Gottes immer sicher, aber nie auf die Art und Weise, wie der Katholizismus sie präsentierte. Ich konnte nie begreifen, wie Gott drei sein konnte (Dreifaltigkeit), wie wir zu so vielen Menschen beten konnten; zu Jesus (Friede sei mit ihm), Maria und anderen ausgewählten Heiligen.
Die Vorstellung von der Erbsünde und wie Priester einfach so deine Sünden „vergeben“ können oder warum es hunderte völlig verschiedener Bibeln geben konnte, war mir genauso unverständlich. Das waren nur einige Dinge, die mir niemand – Priester eingeschlossen – erklären konnte.
Ohne es damals zu wissen, suchte ich nach einem Weg, mich mit dem Einen Gott, den ich kannte und zu Dem ich immer betete, in Verbindung zu setzen.
🌟 Die Entdeckung des Islam
Ich fing an, den Qurʾan zu lesen und im Internet nach Informationen über den Islam zu suchen. Ich erinnere mich an mein erstes Gefühl: Ich wusste instinktiv, dass dieses Buch niemals von Menschenhand geschrieben worden sein konnte; es stand einfach über allem. Dies stand in scharfem Kontrast zu meinem Lesen der Bibel, die nur wie eine Sammlung von Menschen geschriebener Geschichten erscheint.
Das Wichtigste an allem war: Ich fand Antworten auf meine beiden religiösen Hauptfragen. Der Islam ist streng monotheistisch – Muslime beten nur Gott allein an, ohne Teilhaber. Und der Qurʾan und die Sunna geben eine vollständige Lebensweise, der man folgen kann.
Ich wusste schließlich genau, was ich tun musste, um ein guter Mensch zu werden: Muslima werden!
🏭 Der große Tag in Kairo
Nach dem College wurde mir eine Stelle in Ägypten angeboten. Ich fand viele muslimische Freunde, einschließlich meines zukünftigen Ehemanns, der mir dabei behilflich war, offiziell zu konvertieren und mich so viele wichtige Dinge in der Religion lehrte.
Es war nicht leicht, den Menschen zu erzählen, dass ich Muslima bin. Obwohl manche froh darüber waren, dass ich eine Religion gefunden habe, die ich liebe, bin ich nicht immer beglückwünscht worden. Aber ich bin dadurch auch stark geworden.
Ich erinnere mich daran, wie ich verwirrt über Gott und Religion aufgewachsen bin. Endlich fühle ich Selbstzufriedenheit und bin jeden Tag glücklich, weil ich jetzt die Wahrheit verstehe.